Regenkombi & Regenbekleidung fürs Motorrad: So bleibst du trocken

Regenkombi & Regenbekleidung fürs Motorrad: So bleibst du trocken

Kurz gesagt: Für Alltag und kurze Touren reicht wasserdichte Motorradbekleidung mit Membran. Auf langen Touren oder bei stundenlangem Starkregen lohnt sich zusätzlich eine leichte, zweiteilige Regenkombi in derselben Größe wie deine Motorradbekleidung. Dazu gehören wasserdichte Handschuhe und die Hose über den Stiefeln.

Wer in Europa Motorrad fährt, fährt auch im Regen. Ein Schauer am Alpenpass, Nieselregen an der Nordsee, ein Sommergewitter auf der Landstraße. Die Frage ist nicht, ob du nass wirst, sondern ob deine Bekleidung mithält. Dieser Ratgeber erklärt, wie wasserdichte Motorradbekleidung funktioniert, wann sich eine Regenkombi lohnt und wie Hände und Füße trocken bleiben.

Wasserdicht oder wasserabweisend?

  • Wasserabweisende Bekleidung, zum Beispiel aus gewachster Baumwolle, hält leichten Regen eine Zeit lang ab. Bei langem Dauerregen dringt Wasser durch.
  • Wasserdichte Bekleidung nutzt eine Membran, die Wasser vollständig draußen hält und gleichzeitig Feuchtigkeit vom Körper nach außen lässt. Diese Atmungsaktivität verhindert, dass du von innen nass wirst.

Zwei Bauweisen für wasserdichte Motorradjacken

Z-Liner: Die Membran sitzt zwischen Oberstoff und Innenfutter. Der Oberstoff kann weich und klassisch bleiben, zum Beispiel gewachstes Cordura®/Baumwoll-Mischgewebe. Bei starkem Regen kann der Oberstoff Wasser aufnehmen und schwerer werden, die Membran hält dich trotzdem trocken. Unsere Moto 65 Jacke und Moto 65 Hose nutzen einen Sympatex® Z-Liner.

3-Lagen-Laminat: Die Membran ist direkt mit dem Oberstoff verbunden. Der Außenstoff kann sich nicht vollsaugen, die Bekleidung bleibt leichter und trocknet schneller. Deshalb ist Laminat auf langen Reisen so beliebt. Unsere Endurance Jacke und Endurance Hose bestehen aus 3-Lagen-Cordura® Ripstop.

Mehr zu beiden Bauweisen findest du in unserem Wetter-Ratgeber.

Brauchst du eine Regenkombi über wasserdichter Bekleidung?

Für den Alltag reichen eine wasserdichte Jacke und Hose. Auf langen Touren oder bei stundenlangem Starkregen haben viele Fahrer zusätzlich eine leichte Regenkombi dabei. Über der Motorradbekleidung getragen, bildet sie eine zweite Barriere, verhindert, dass der Oberstoff durchnässt, und schützt vor Auskühlung durch Wind.

Swamp Regenjacke und Swamp Regenhose sind genau dafür gemacht:

  • Elastisches 3-Lagen-Material, das körpernah über der Motorradbekleidung sitzt und nicht im Wind flattert
  • Wasserdicht und winddicht, atmungsaktiv gegen Feuchtigkeit von innen
  • Leicht und mit kleinem Packmaß, passt in Koffer oder Tankrucksack
  • Lange seitliche Reißverschlüsse an der Hose, damit du sie über die Stiefel ziehen kannst
  • Damenvariante in eigener Passform

Größentipp: Wähle dieselbe Größe wie bei deiner Motorradjacke und -hose.

Einteiler oder Zweiteiler?

Eine zweiteilige Regenkombi aus Jacke und Hose ist am Straßenrand leichter anzuziehen und flexibler: An einem kühlen, windigen Tag trägst du nur die Jacke. Ein Einteiler ist an den Übergängen dichter, aber umständlicher an- und auszuziehen.

Trockene Hände

Ein trockener Körper nützt wenig, wenn die Hände nass und kalt sind. Nasse Handschuhe kosten Griff, Gefühl und Konzentration. Die Stormrider Handschuhe und die Moto 65 Handschuhe haben beide eine wasserdichte, atmungsaktive Sympatex®-Membran. Der Moto 65 hat zusätzlich einen Visierwischer am Zeigefinger. Mehr dazu in unserem Ratgeber Motorradhandschuhe.

Tipps für das Fahren im Regen

  • Zieh die Regenkombi an, bevor es losgeht. Wer im Platzregen am Seitenstreifen umzieht, ist schon nass.
  • Schließ alle Belüftungen und Reißverschlüsse und trag die Ärmel so über oder unter den Handschuhen, dass Wasser abläuft und nicht hineinläuft.
  • Hose über die Stiefel, nicht hinein, damit kein Wasser in die Stiefel läuft.
  • Mehr Abstand, sanft bremsen. Fahrbahnmarkierungen, Bitumenstreifen, Gullydeckel und der erste Regen nach einer Trockenphase sind besonders rutschig.
  • Bekleidung richtig trocknen: bei Raumtemperatur aufhängen, nie auf der Heizung.

Häufige Fragen

Kann Motorradbekleidung wirklich wasserdicht sein?

Ja. Bekleidung mit wasserdichter Membran hält Regen draußen. Bei sehr langen Fahrten im Starkregen kann sich der Oberstoff nicht laminierter Bekleidung vollsaugen. Deshalb nehmen Tourenfahrer oft eine Regenkombi mit.

Welche Größe sollte die Regenkombi haben?

Eine gut geschnittene Regenkombi wird in derselben Größe wie die Motorradbekleidung gewählt, unter der sie getragen wird. So sitzt sie körpernah und flattert nicht.

Wie bleibt wasserdichte Bekleidung funktionsfähig?

Wasche sie nach Pflegeetikett und halte sie sauber, denn Schmutz und Fett verringern die Atmungsaktivität. Gewachste Oberstoffe kannst du mit einem geeigneten Sprühwachs nachbehandeln. Mehr in unseren Pflegehinweisen.

Fazit

Regen muss die Tour nicht beenden. Wähle wasserdichte Bekleidung, die zu deiner Art zu fahren passt, pack für lange Touren eine Regenkombi ein und vergiss die Hände nicht. Dann ist der nächste Schauer einfach Teil der Reise.

Entdecke unsere Motorradbekleidung für Regen.

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